Ruhrolympiade 2012

6.6 bis 10.6. 2012 in Duisburg

8000 Teilnehmer - 22 Sportarten - 15 Städte und Kreise
Europas größtes regionales Jugendsportevent

hintergrund

Mehr als ein Wettkampf

Treffpunkt Bootslager.
Treffpunkt Bootslager.

Mit rund 9000 Startern in 26 Sportarten ist die Ruhrolympiade das größte regionale Jugendsportevent Europas. Durch die deutsche Olympiabewerbung für 2012 hat sie neuen Schub und Bedeutung erhalten. Alljährlich treffen sich die besten Nachwuchssportler aus 13 Städten und vier Kreisen des Rhein-Ruhrgebiets, um sich in einer Städtevergleichswertung sowie beim Wettbewerb um die Titel der Ruhrolympiade-Siegers zu messen. Die Ruhrolympiade hat eine aus sich heraus gewachsene Tradition: Seit 1964 wird sie in wechselnden Städten ausgerichtet. Und sie hat Zukunft: Gerade in Zeiten von knappen Kassen und Nachwuchsproblemen in vielen Sportarten ist das Konzept der Ruhrolympiade ein “wichtiger Eckpfeiler im bundesdeutschen Jugendsport“, so schon 1994 der damalige Vize-Präsident Leistungssport des Deutschen Sportbundes, Ulrich Feldhoff (heute Präsident des Weltkanuverbandes und Ehrenvorsitzender des AK Eliteschulen des Sports beim DOSB). Denn wie bei Olympischen Spielen wird rund um die Wettkämpfe ein attraktives Rahmenprogramm organisiert – für Aktive und Zuschauer. Der Städtevergleich ist eine einzigartige Gelegenheit, durch die Sportarten übergreifende Mannschaftswertung auch einmal Nachwuchsathleten anderer Disziplinen in der eigenen Stadt kennen zu lernen. Dies wird unter anderem durch ein Olympialager gefördert. Ein jugendgemäßes Event – beispielsweise wie ein Konzert von DJ Bobo bei der Ruhrolympiade in Herne – als Eröffungsveranstaltung oder ein attraktives Sport- und Showprogramm in der Innenstadt verdeutlichen den “anderen“ Ansatz der Ruhrolympiade.

Beleg für die Sportbegeisterung der Region

Bis zum Jahr 2001 war die Ruhrolympiade eine regionale Nachwuchssportveranstaltung für die elf Städte und vier Kreise des Ruhrgebiets. Seit dem Jahr 2002 beteiligen sich auch Mannschaften der “Rheinschiene”, so dass nunmehr alljährlich bis zu 9.000 junge Sportlerinnen und Sportler an diesem europaweit einmaligen Städtevergleichswettkampf teilnehmen.
Die Ruhrolympiade hat Tradition: Seit 1964 wird sie in wechselnden Städten ausgerichtet. Und sie hat Zukunft: Gerade in Zeiten knapper Kassen und von Nachwuchsproblemen in vielen Sportarten. Denn wie bei Olympischen Spielen wird rund um die Wettkämpfe ein attraktives Rahmenprogramm organisiert – für Aktive und Zuschauer. Der Städtevergleich ist auch eine Leistungsschau des Sportnachwuchses der Region. Die fast ausschließlich ehrenamtlich geleistete Organisationsarbeit für dieses Event sowie das große Interesse der Bevölkerung sind auch ein eindrucksvoller Beleg für die ausgeprägte Sportbegeisterung in der Region.“Gäbe es die Ruhrolympiade nicht, man müsste sie erfinden“, brachte es der ehemalige Vorsitzende des Trägervereins Ruhrolympiade e. V., Dr. Gerd Willamowski, auf den Punkt.

Ein Trägerverein als organisatorisches Dach

Seit 2005 Vorsitzender des Trägervereins: Heinz-Dieter Klink, Regionaldirektor des RVR
Seit 2005 Vorsitzender des Trägervereins: Heinz-Dieter Klink, Regionaldirektor des RVR

Konzeptionelle und strukturelle Hilfe für die lokalen Ausrichter. Um die gewachsenen organisatorischen Anforderungen zu erfüllen, haben sich 1994 die 15 Sportjugenden der Städte und Kreise, der damalige Kommunalverband Ruhrgebiet, der Verein pro Ruhrgebiet sowie die Sportjugend des Landessportbundes und das Sportministerium des Landes in einem Organisationskomitee zusammengeschlossen. Darüber hinaus wurde ein Trägerverein gegründet, um eine dauerhafte organisatorische Struktur für die Ruhrolympiade, die jedes Jahr in einer anderen Stadt oder einem anderen Kreis des Reviers ausgerichtet wird, zu schaffen. Vorsitzender des Verein Ruhrolympiade e.V. ist derzeit Heinz-Dieter Klink, Direktor des Regionalverbandes Ruhr. Geschäftsführer des Trägervereins ist Klaus Hinnenkamp.
Der Arbeitskreis der 17 teilnehmenden Sportjugenden berät den Verein bei sportfachlichen Fragen und entsendet seinen Vorsitzenden als Mitglied in den Trägerverein. Derzeit ist dies Matthias Hartmann vom KreisSportBund Unna. Um über den sportlichen Bereich hinaus den neuen Stellenwert der Ruhrolympiade zu untermauern, wurde ein attraktiver Rahmen mit Spiel, Spaß und Information für den Jugendsport und für jugendliche Sportler zum festen Bestandteil des Programmes erklärt.
Jugendgerechte Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen, das ”Sportgespräch Ruhrolympiade” sowie der vom Verein pro Ruhrgebiet gestiftete und mit 5.000 Euro dotierte Jugendförderpreis sind wichtige Elemente des Konzepts Ruhrolympiade. Wie für den traditionellen Förderpreis gibt es auch für andere Programmbestandteile entsprechende Partner.

historie

Es begann in Bochum

Die Idee und die Initiative kamen aus Bochum, nun beteiligt sich die ganze Region. In Bochum entwickelten Stadtsportbund und Sportjugend die Konzeption für den regionalen Jugendsportwettbewerb, der am 19. September 1964 mit über 2000 Jugendlichen in der Ruhrlandhalle seine Premiere feierte. Sieger des damaligen “Städtevergleichskampfes“ wurde Gastgeber Bochum vor Dortmund, Gelsenkirchen, Herne und Wanne-Eickel. Bis 1970 verdoppelte sich dann die Zahl der ausgetragenen Sportarten auf 22. Allerdings gab es immer wieder Änderungen bei den teilnehmenden Städten. So nahm im Zug der kommunalen Gebietsreform 1975 nunmehr mit Witten der Ennepe-Ruhr-Kreis teil, Herne formierte eine Mannschaft mit Wanne-Eickel. 1980 kamen dann Hagen und Mülheim hinzu.
Im gleichen Jahr wurde dann der Begriff Ruhrolympiade geprägt. Mit den Sportlern aus Essen (ab 1982) und Oberhausen (ab 1986) sowie Bochum, Dortmund, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Herne und Mülheim nahmen in der Folgezeit jeweils rund 4000 Aktive an der Ruhrolympiade alter Prägung teil. Seit dem Start der “neuen Ruhrolympiade“ 1994 erneut in Bochum sind nun alle elf Städte und vier Kreise des Ruhrgebiets am Start, die mehr als 7000 Jugendliche in die Wettkämpfe schicken. Hinzu kommen noch weitere Mannschaften aus der „Rheinschiene“, die seit der gemeinsamen Olympiabewerbung des Rhein-Ruhrgebietes das Starterfeld auf bis zu 9.000 Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler erweitern. Damit ist die Ruhrolympiade die größte regionale Jugendsportveranstaltung Europas.
Unangefochten auf Platz eins der “ewigen“ Siegerlisten steht Dortmund. Bislang konnte die Dortmunder Sportjugend 25 Mal den Städtevergleich gewinnen. Auf den Plätzen folgen Essen (8) und Bochum (6) sowie Recklinghausen (4) und Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr (je 1).